Minister will Corona-Tests für zu Hause

25. Januar 2021

Habe ich mich mit dem Coronavirus angesteckt? Wer eine Antwort auf diese Frage haben möchte, kann einen Corona-Test machen lassen. Einfach selbst einen Test in der Apotheke kaufen, das geht bisher nicht. Denn nur Ärzte, Apotheken und bestimmte andere Leute und Einrichtungen dürfen sie bestellen.

Der Gesundheitsminister von Deutschland will das ändern. Die Idee: Wenn jeder Corona-Tests kaufen und zu Hause durchführen kann, dann gibt es schneller und mehr Testergebnisse. So könne man erreichen, dass sich weniger Menschen mit dem Virus anstecken.

Damit man ein brauchbares Ergebnis bekommt, kommt aber nicht jeder Test für zu Hause infrage. Die Tests, die viele Ärzte durchführen, sind sehr unangenehm, erklärt der Apotheker Stefan Fink. Sie sind deswegen für Ungeübte zu Hause nicht geeignet. Sie heißen PCR-Tests. Dabei wird mit einem Wattestäbchen ein Abstrich tief im Rachen oder in der Nase gemacht. Das Stäbchen wird dann ins Labor geschickt. Bis das Ergebnis da ist, dauert es etwas einen bis zwei Tage.

Bei Corona-Schnelltests dagegen bekommt man meist nach spätestens 30 Minuten ein Ergebnis. Das Ergebnis ist aber etwas ungenauer als beim PCR-Test. Doch auch Schnelltests sind oft unangenehm, weil bei ihnen mit einem Wattestäbchen tief in Rachen oder Nase eine Probe genommen wird.

Damit die Schnelltest-Ergebnisse bei Ungeübten verlässlich sind, muss die Test-Anwendung einfach und nicht unangenehm sein, sagen Experten. Solche Tests sind aber noch nicht für den Verkauf zugelassen, sie werden aber entwickelt, erklärte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am Montag. Bei ihnen kann man zum Beispiel einfach auf einen Test spucken.

Experten wie Stefan Fink sagen: Wenn viele Menschen sich zu Hause testen können, dann ist das eine gute Möglichkeit, das Coronavirus aufzuhalten. Wer ein positives Ergebnis hat, sollte sich dann aber trotzdem noch beim Arzt testen lassen. Und egal, wie das Testergebnis ist: Die geltenden Vorsichtsmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus müssen trotzdem eingehalten werden.

dpa.

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